Sofortmeldung

Was bei diesem Thema zu beachten ist

Sofortmeldungen sind Meldungen durch den Arbeitgeber, bzw. dessen Steuerberater, wenn ein neuer Arbeitnehmer eine Arbeit in bestimmten Wirtschaftsbereichen aufnimmt. Sie muss spätestens bei Beschäftigungsbeginn an die Datenstelle der Deutschen Rentenversicherung per Online-Datenübertragung übermittelt werden. Dort werden Angaben zur Person wie Name, Versicherungsnummer, Betriebsnummer des Arbeitgebers und das Datum des Beschäftigungsbeginns gespeichert. Eine schriftliche Meldung, zum Beispiel per Fax oder Brief, ist nicht zulässig. Nach der Meldung wird dem Arbeitgeber eine neu vergebene Versicherungsnummer mitgeteilt.


Die Sofortmeldungen müssen unter anderem in Branchen wie dem Baugewerbe, der Gastronomie, dem Beherbergungsgewerbe, dem Transport- und Logistikgewerbe, der Fleischindustrie, im Gebäudereinigungs-, Prostitutions- und Schaustellergewerbe und von Forstwirtschaftsbetrieben für ausnahmslos alle Mitarbeiter des Unternehmens übermittelt werden. In diesen Bereichen ist der Anteil an illegalen Beschäftigungen und Schwarzarbeit am höchsten, daher ist die Meldung der Arbeitnehmer in diesen Branchen besonders wichtig, um die illegale Beschäftigung reduzieren zu können. Nach der Meldung ist der Arbeitnehmer verpflichtet, sich im Betrieb durch den Personalausweis oder einen anderen behördlichen Ausweis ausweisen zu können. Kann sich ein Arbeitnehmer im Falle einer Kontrolle nicht ausweisen, ist ihm die Weiterbeschäftigung bis zur Klärung der Sachlage untersagt.


Findet nach der Meldung doch keine Beschäftigung eines Arbeitnehmers statt, muss die übermittelte Meldung wieder storniert werden. Im Falle einer Änderung der Daten des Arbeitnehmers sind diese ebenfalls unverzüglich an die Datenstelle zu übermitteln. Wird jedoch ein Arbeitnehmer trotz Arbeitsaufnahme nicht wie vorgeschrieben per Sofortmeldung angemeldet, kann dies mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Um im Zweifelsfall zu klären, ob einen Arbeitnehmer per Sofortmeldung angemeldet werden muss oder nicht, sollte man sich an die zuständige Einzugsstelle wenden. Bei geringfügigen Arbeitsverhältnissen ist dies die Minijob-Zentrale, bei versicherungspflichtigen Arbeitnehmern die Krankenkasse.

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